Biotop Anhausen
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Was ist eigentlich ein Biotop?
Wörtlich aus dem Griechischen übersetzt heißt Biotop "Ort des Lebens". Ein Biotop ist ein natürlich abgegrenzter Lebensbereich für bestimmte Tiere, Pflanzen und Kleinstlebewesen. Es gibt aber auch Tiere wie beispielsweise Zugvögel, die sich als Besucher in einem Biotop aufhalten. Alle Lebewesen eines Biotops bilden eine Lebensgemeinschaft.
Zur Geschichte

Unser Weiher vor dem Ausbaggern

Unser Weiher nach dem Ausbaggern
1975/76 wurde der Weiher als Eisweiher künstlich angelegt. Im September 1998 begann die Planung für die Biotopwerkstatt Anhausen. Beteiligt am Startschuss waren Frau Röder, die Umweltreferentin der Gemeinde Diedorf, und Herr Thoma vom Lehrstuhl für Pädagogik mit Schwerpunkt Grundschuldidaktik der Universität Augsburg.
Grundschulkinder aus Anhausen entwarfen ein paar Monate später in eigener Regie einen Plan zur Neugestaltung des ursprünglich rechteckigen Eisweihers und steckten im April 1999 die neue Uferform durch Pflöcke und Absperrband ab. Im selben Monat wurde der Weiher vom Bauhof der Gemeinde Diedorf ausgebaggert. Das Ufer wurde abgeflacht, so dass eine Flachwasserzone entstand. Außerdem wurde eine Insel angelegt. Im Frühjahr 2000 entstand nach Wünschen der Kinder ein Steg.
An tiefster Stelle beträgt die Wassertiefe zwei Meter. Da durch die Erwärmung und den starken Krautwuchs der Sauerstoff entzogen wird, besteht im Sommer die Gefahr, dass er umkippen könnte.

Nach dem Ausbaggern retten wir die Tiere
Adresse
Biotop (Eisweiher)
86420 Diedorf (Anhausen)
Landkreis Augsburg
Wegbeschreibung
Mit dem Zug
Vom Augsburger Hbf und von Günzburg / Ulm ist Diedorf zu ereichen. Vom Diedorfer Bahnhof nimmt man den Bus Nr. 601 bis zur Haltestelle Fuggerstraße in Anhausen. Von der Haltestelle läuft man zurück bis zur Kornstraße. Wenn man die Kornstraße ganz hinunter läuft, kommt man auf die Mühlenstraße. Hier hält man sich links. Nach wenigen Metern kommt man direkt auf eine Brücke zu und man sieht von dort das Biotop.
Mit dem Rad oder zu Fuß von Diedorf aus
Vom Diedorfer Sportplatz aus läuft man den Rad- und Fußweg entlang Richtung Anhausen auf die Mühlenstraße. Die Mühlenstraße entlang bis zur Bachstraße, dann weiter bis zu einem Radweg (links abbiegen), dann wieder links in die Leitershofer Straße. Die Leitershofer Straße entlang den ersten Feldweg links und man sieht den Eislaufplatz (unser Biotop). Dieser Weg ist der offizielle. Er sollte immer benutzt werden, wenn man das Biotop besuchen möchte.
Mit dem Auto
Über die B 300, die als Hauptstraße durch Diedorf verläuft, erreicht man Anhausen. Wenn man von Augsburg aus kommt, biegt man am Ortsende Diedorf links in die Anhauser Straße ab. Nach einem Kilometer ist man in Anhausen. Man fährt die Fuggerstraße entlang und biegt bei der Gaststätte "Wilhelmshöhe" in die Bürgermeister-Erlinger-Straße ein. Unten angekommen hält man sich rechts und fährt gleich die nächste Straße links in die Leitershofer Straße. Hier sollte man sein Auto parken und zu Fuß weitergehen, wie es oben beschrieben ist.
Arbeit am Biotop Anhausen
Frühjahr
Die Biotopgruppe schrieb der Gemeinde Diedorf einen Brief, ob sie uns Bänke für das Weidenhaus bauen kann. Nach ein paar Wochen waren sie da. Für Igel haben wir einen Laubhaufen angelegt. Das Material waren Äste und Laub. Der Laubhaufen schützt den Igel vor Feinden und er überwintert auch darin.

Sabrina, Anja und Christiane haben diesen Igel gemalt
April-Mai
Am Biotop haben wir Müll gesammelt. Was wir gefunden haben:
Zeitung, Tüten, Dosen, Plastikbecher, Fahrrad.
Vom Weidenhaus nehmen wir Weidentriebe mit nach Hause. Außerdem haben wir den Totholzhaufen erneuert. Er ist ein Unterschlupf für Insekten.

Jasmin und Alexander sammeln Äste für den Totholzhaufen
Juni-Juli
Die Ableger der Weiden von Anja und Martina wurden gepflanzt. Die Biotopgruppe malte Bilder für die Info-Tafel. Der Text wurde von Frau Frank, der ökologischen Praktikantin der Gemeinde Diedorf, entworfen.
Wir haben mit Käschern und Becherlupen Tiere am Biotop gesucht. Was wir entdeckt haben:
Kaulquappen, Rückenschwimmer, Wasserläufer, Eintagsfliegenlarve, Weinbergschnecke, Libellenlarve, Königslibelle,Heidelibelle, Teichfrosch.
Wir haben "Heumanderln" gebaut. Dazu brauchten wir drei Stöcke und natürlich Heu.

Anja und Verena haben gerade ein Heumanderl angefangen

Jonas bei den Wasseruntersuchungen




